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Samstag, 26. Januar 2008 

…habe aber nie Zeit etwas zu schreiben. So ein Mist. Seitdem ich meinen 3-Tages Job bei Siemens in München habe, ich die restliche Zeit wild am studieren bin, bleibt leider keine Zeit für’s Blog.

Trotzdem mal hier ein kleines Update von mir: Also…

Ich arbeite jetzt bei Siemens Technology Accelerator in München. Ich bin dort als “Venture Analyst” angestellt. Hört sich toll an, oder? Finde ich zumindest. Die Aufgaben sind interessant, auch wenn ich merke, dass es nichts mit Informatik zu tun hat, und mir deswegen etwas schwerer fällt. Ich werde dort noch bis Ende Mai arbeiten.

Trotz des Jobs, studiere ich natürlich weiter in Liechtenstein. Das erste Semester ist fast vorbei. Ich schreibe gerade an meiner Seminararbeit, habe noch zwei Klausuren und zwei Präsentation. Dann habe ich fertig! Jipi!

Jetzt mal ein kleiner Jahresrückblick ins 2007. 2007 war für mich ein besonderes Jahr. Zuerst mein halbes Jahr in den USA, dann der Abschluss meines ersten Studiums mit Auszeichnung, dann einen Monat Niederrhein, danach direkt ab nach Liechtenstein, im November eine Woche Stockholm, und ab Dezember arbeiten in München. Ich glaube ich bin viel rumgekommen. Trotzdem gibt es etwas, dass sich in meinem Leben seit mehr als sieben Jahre nicht mehr geändert hat: Sara. Und es ist immer wieder schön nach Hause zu kommen.

Für mich ist es im Moment so, dass ich zwischen drei Welten hin-und-her transportiert werde. Diese drei Welten sind für mich irgendwie komplett getrennt. Es kommt mir einfach so vor, dass ich für jede dieser Welten einfach nur weniger Zeit zur Verfügung habe, und die untereinander gar nicht interagieren. Das ist auch der Grund, warum ich mich bei so viele nicht melde. Ich muss mich in “deiner” Welt befinden, sonst denk ich einfach nicht daran. Ich weiß, dass ist doof. Ich arbeite dran. Es gibt eigentlich nur eins, dass in allen ‘Welten’ ist: mein Auto. Teilweise lebe ich echt im Auto. Ich habe echt Dinge, die lasse ich immer im Auto. Sonst würde ich die nur vergessen. Das ist eigentlich super witzig. Vielleicht schreibe ich da später noch mal was zu.

Ok, das reicht jetzt für den Moment. Ich sitze noch in der Uni (Samstagabend 20 Uhr) und schreibe fleißig an der Seminararbeit.

Philip

Sonntag, 28. Oktober 2007 

Ok. Was ist Entrepreneurship? Das fragen sich alle, denen ich sage, was ich studiere. Eigentlich ist es ganz leicht zu auf Deutsch zu übersetzen. In einem Satz: Entrepreneurship ist innovatives unternehmerisches Handeln. Also zum Beispiel der Bäcker um die Ecke ist kein Entrepreneur, wenn er seit 20 Jahren dieselben Brötchen verkauft. Ändert er allerdings sein Sortiment, oder eröffnet Bäckereien in Ortschaften, wo noch keine sind, kann er durchaus als Entrepreneur durchgehen. Kapische?!

Jetzt wäre die nächste Frage, was ich an der Hochschule genau lerne, wenn ich Entrepreneurship studiere. Auch das ist ziemlich einfach zu beantworten: Alles abgesehen von Branchenkenntnis, dass erlernbar ist, um erfolgreich Unternehmen zu gründen, zu führen und zu verändern. Bestimmt fragt ihr euch, ob man so etwas überhaupt lernen kann. Ganz einfache Antwort: Ja.

Es gibt Leute, die mir sagten: “Ein Masterstudium unter €40.000 Studiengebühren ist schlecht.” Nach zwei Wochen kann ich schon sagen: Totaler Quatsch. Der Satz sollte lieber heißen: “Ein Masterstudium, das der Hochschule weniger als €40.000 pro Student kostet ist schlecht.” Ich möchte mich jetzt nicht auf € 40.000 festlegen, aber ich glaube jeder versteht den Unterschied.

Ich weiß noch nicht, ob das repräsentativ ist, aber wir hatten in den ersten zwei Wochen (bzw. inkl. Vorbereitungskurs vier Wochen) sieben (bzw. neun) externe Dozenten. Darunter waren sowohl Entrepreneurs, die versuchen ihr Geschäft aufzubauen, aber auch Leute, wie Professor Czinkota von der Georgetown University in Washington D.C. (Ex-Berater von beiden Bush Präsidenten).

Um jetzt mal zu einem Ende zu kommen: Bis jetzt bin ich sehr glücklich mit meiner Entscheidung das Studium anzutreten. Und wenn es so weiter geht, wie in den ersten Wochen, werde ich in zwei Jahren sehr viel gelernt haben und um viele Erfahrungen reicher sein. Freu mich schon… :-)